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mapamátky: prager architektouren

[CZ]


Unter dem Motto Prag ist mehr als 100 Türme und mit dem Ziel, den architektonischen Reichtum Prags einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, haben 11 Enthusiast:innen den Verein Mapamátky ins Leben gerufen. Der Name ist ein geschickt gewähltes Wortspiel aus mapa matky (Karte der Mutter – womit wohl Prag gemeint sein dürfte) und mapa památky (Karte des Denkmals). Ihre Begeisterung für die Stadt und deren Architektur möchten die Gründer:innen Einheimischen und Gästen anhand von 13 thematischen Routen nahebringen, auf denen verschiedene Orte in ihrem Kontext vorgestellt werden. Sie sollen vor allem aber auch den Blick auf Bauwerke richten, die man sonst vielleicht nicht auf eigene Faust besucht hätte.


Kernstück der Website Mapamátky ist die map, auf der sich alle Gebäude der einzelnen Routen – immerhin 130 an der Zahl – (wieder)finden lassen. Wer also für eine bestimmte Gegend Inspiration sucht oder sich am aktuellen Standort genauer umsehen möchte, wird hier mit ein paar Klicks meist schnell fündig. Sind hingegen bestimmte Architekt:innen, Gebäude oder Themengebiete gefragt, empfiehlt sich der Reiter list of places. Über die Suchfunktion oder anhand nach Themen gruppiert, lohnt es sich, hier auch virtuell auf Erkundungstour zu gehen.


Mein Tipp: wer sich unterwegs gewissenhaft umsieht, wird sicher noch weitere interessante Kleinode entdecken!


Besonders spannend für Architekturinteressierte sind jedoch die sorgfältig kuratierten Stadtspaziergänge. Beim Klick auf die Karte öffnet sich zuerst eine Info, wie man am schnellsten mit den Öffis zum Startpunkt gelangt, anschließend navigiert einen das Handy unkompliziert von einem Stopp zum nächsten. 13 thematische Routen von 2 bis 5 Kilometern Länge laden dazu ein, etwa eine Stunde durch die Straßen zu bummeln und die einzelnen Stationen genauer kennenzulernen. Informationen rund um die Orte und Bauwerke sowie deren Schöpfer und Geschichte lassen sich auf der Website oder teilweise auch in interaktiven Broschüren finden.


Jede Route folgt einem eigenen Thema, wobei sich einzelne Abschnitte auch kombinieren lassen. Zur Auswahl stehen:

Architekturstile: Brutalismus, Funktionalismus, Kubismus, Rondokubismus

Architekten: Karel Prager

Gebäude: Kirchen aus den 1930er Jahren, Brücken, Innenhöfe, Arkaden und Durchgänge, Konzertsäle und Clubs

Weitere: Häuser berühmter Schriftsteller, Glaselemente an Gebäuden, leerstehende Häuser



Meine Empfehlung für den Einstieg und natürlich einzigartig in Prag: die kubistische Route, für die es auch einen Flyer zum Download gibt. Unbedingt sehenswert: das Haus zur schwarzen Madonna (lohnt sich auch für eine Kaffeepause im Café im 1. Obergeschoss), das Haus Diamant mit dem bomma atelier und die kubistische Straßenlaterne am Platz Jungmann.



mapamátky

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