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veletržní palác | messepalast prag

[CZ]


Zum Zeitpunkt der Fertigstellung im Jahr 1928 beeindruckte der im Stil des Funktionalismus von den Architekten Josef Fuchs und Oldřich Tyl entworfene Messepalast – Veletržní palác – die Besucher:innen neben seiner Größe auch durch die moderne Anmutung. Bis 1939 wurden in dem Gebäude im Prager Stadtteil Holešovice Messen und Ausstellungen abgehalten. Im Krieg von den deutschen Reichsbehörden besetzt, beherbergte der Bau anschließend verschiedene Außenhandelsgesellschaften. Im August 1974 wurde der Messepalast in einem sechs Tage andauernden Großbrand nahezu zerstört und ab 1976 renoviert. Die Arbeiten erwiesen sich als langwierig und konnten erst in 1990er Jahren abgeschlossen werden.


Auch im Inneren eine Augenweide. © NG Slavik


Ende der 70er Jahre hatte die Prager Nationalgalerie den Messepalast als Brandruine erworben, heute zählt das Bauwerk zum nationalen Kulturgut des Landes. Die Sammlung umfasst permanente und wechselnde Ausstellungen. Zu sehen gibt es neben der Sammlung Alter Meister als historisches Herzstück der NGP eine sehenswerte Auswahl moderner Kunst sowie Werke der Kunst nach 1945. Die Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst ist mit der Architektursammlung verbunden, die seit ihrer Gründung im Jahr 1986 mehr als 20.000 Objekte verwaltet. Mit über 400.000 Drucken, Zeichnungen und illuminierten Handschriftenfragmenten vom Mittelalter bis heute ist das Kupferstichkabinett zudem die größte Sammlung der Nationalgalerie sowie eine der größten und bedeutendsten grafischen Sammlungen in ganz Europa. Wie bedeutend die Prager Nationalgalerie auch für die internationale Kunstszene ist, zeigen Ausstellungen wie die des französischen Impressionismus, von Ai Weiwei, Alberto Giacometti und Katharina Grosse.


Die Nationalgalerie soll aber auch ein Raum für Bildung, Diskussion und Erlebnisse sein. Zum Programm zählen Führungen, Vorträge, Diskussionen und Seminare, es gibt außerdem Kunstateliers und Kurse für Kinder und Erwachsene. Wer anschließend eine kleine Stärkung braucht oder einfach nur die wuselige Atmosphäre vor Ort genießen möchte: im KOLEKTOR CAFÉ im Erdgeschoss gibt es neben Café und Kuchen auch Wein und Bier und eine großzügige Terrasse für laue Sommerabende. Die passende Lektüre findet sich praktischerweise im angeschlossenen Shop.


Aus meiner Sicht lohnt sich ein Besuch allein schon aufgrund der (im besten aller Sinne) spektakulären Architektur. Allein der Blick in das Atrium und der gläserne Aufzug sind ein Erlebnis für sich.


ÜBRIGENS: 2023 fand zum ersten Mal auch der DESIGNBLOK in der Nationalgalerie Prag statt.


INFOS

Dukelských Hrdinů 47, Prag 7

Dienstag - Sonntag 10 -18 Uhr

Metro C Vltavská

Tram 6, 17 Veletržní palác

Tram 1, 2, 6, 8, 12, 17, 25, 26 Strossmayerovo náměstí


DAUERAUSSTELLUNGEN



nationalgalerie prag

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